Newsletter 3. Quartal 2017

Preisentwicklung Silber
Seit Jahresbeginn 2017 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, knapp 10% im Plus. Im Vergleich dazu stieg der Preis für eine Unze Gold seit Jahresbeginn um gut 13% an. Wie wir in unserem letzten Newsletter beschrieben haben, wird aktuell noch der Preis für die Edelmetalle über die extrem hohen Umsätze mit Papiersilber und –gold definiert. 

Der US-amerikanische Silberexperte Ted Buttler, unbestritten einer der erfahrenste Silberexperte der Welt, geht davon aus, dass etwa allein die US-amerikanische Grossbank JP Morgen in den vergangenen Jahren einen immensen Silberberg im Umfang von rund 600 bis 650 Mio. Unzen angehäuft hat. Gleichzeit ist JP Morgan einer der grössten Manipulatoren weltweit im Markt für Edelmetalle, was Ted Buttler Woche für Woche aufzeigt, jedoch (noch) niemanden bei den Finanzaufsichtsbehörden zu stören scheint. Aber auch hier wird die Wahrheit früher oder später ans Licht kommen.
Warum Silber?

In Zeiten, in denen Aktien noch immer nahe ihren letzten Höchstständen notieren, kommt bei vielen Menschen immer wieder die Frage auf, warum sollte man in Silber investieren, das von seiner Kursentwicklung in den letzten Jahren gegenüber anderen Anlageformen doch eher zurück geblieben ist. 

Welche Gesichtspunkte sprechen nun für Silber, einer Anlageform, die wie Gold fast bis auf die Ursprünge der Menschheit zurückgeht? Seit Menschengedenken ist Silber, neben Gold, das ‚echte Geld‘ für den Kauf alltäglicher Din-ge bis hin zu Grundstücken gewesen. Reines Silber wurde abgewogen, um Güter oder Dienst-leistungen zu bezahlen. Zudem wurde der Wohlstand einer Familie auch in Silber gemessen. Von Abraham hiess es, er war reich an Vieh, Silber und Gold. So bezahlte Abraham auch für die Grabstätte für seine verstorbene Frau Sarah 400 Schekel Silber, was einem heutigen Ge-genwert von etwa 200 Unzen Silber oder knapp CHF 4‘000 entsprechen würde. Um das Jahr 3‘000 v.Chr. war Silber in Mesopotamien begehrter als Gold. Später, im 16. Jahrhundert v.Chr., waren dann die ersten geprägten Silbermünzen im Umlauf. Mexiko und China führten später silberunterlegte Währungssysteme ein, selbst in den USA bestand bis zum Jahr 1834 quasi ein faktischer Silberstandard, der dann durch den Goldstandard abgelöst wurde. Auch wenn viele Menschen heute denken, das alles sei ‚Schnee von gestern‘, so wie es auch die Massenmedien fröhlich propagieren, täuscht man sich gewaltig. Zahlreiche Notenbanken kau-fen aktuell sukzessive Gold zu – und Silber als ‚Gold des kleinen Mannes‘ – läuft in dieser Be-deutung Hand in Hand mit. Die Notenbanken von Russland, China und der Türkei etwa kau-fen mehr oder minder offen Gold zu, während sich die meisten der westlichen Notenbanken mit dem Ausgeben von immer grösseren Mengen Papier- und Giralgeld begnügen und somit dem aktuellen Währungssystem langsam aber sicher den Todesstoss versetzen.

Silber und Gold sind knappe Güter – und erfüllen damit eines der Hauptkriterien für echtes Geld, nämlich ein sicheres Wertaufbewahrungsinstrument, bei gleichzeitiger in-ternationaler Akzeptanz. So sehr sich die alten Alchemisten auch bemühten, den Stein der Weisen zu finden bzw. Silber und Gold künstlich herzustellen, gelingt dies nur durch eine mühevolle, riskante und sehr kostspielige Förderung von silber- und goldhaltigen Gesteinsschichten. Da die Förderung bzw. Produktion von Silber und Gold durch erheb-lichen Einsatz von Materialien, Maschinen, Energie und menschlicher Arbeitskraft kennzeichnet ist, sind diese Edelmetalle erstklassige Inflationsindikatoren, deren För-derkosten steigen, wenn die Einsatzfaktoren für die Förderung kostenmässig ansteigen. 

Die Summe der Kosten für diese Einsatzfaktoren kann an den durchschnittlichen Produktionskosten pro Unze Silber abgelesen werden. Viele Silberproduzenten kommen gemessen an den sog. All-In-Sustaining-Costs, also den gesamten Abbaukosten, auf aktuell rund 17 USD je Unze Silber – wohlgemerkt für unverarbeitetes Roh-Silber, das in einer Schmelzanlage erst noch auf die Reinheit von 999.9 gebracht werden muss, bevor man an das Prägen von Münzen etc. überhaupt denken kann.

Knappes Gut – und international als Wertspeicher akzeptiert

Wie gerade dargelegt, ist Silber, wie auch Gold, auch deswegen ein knappes Gut, da es mit viel Aufwand, Risiken, Kosten, Zeit etc. gefördert werden muss. Von durchschnittlich ganzen 1 000 neuen Rohstoffentdeckungen seitens von Prospektoren oder Geologen ist statistisch gesehen nur eine davon „gut genug“, um als förder fähige Lagerstätte entwickelt zu werden. Während man vor einem Jahrzehnt noch davon ausging, dass diese dann innert sieben bis zwölf Jahren zu einer Mine entwickelt werden konnte, sind es heute bis zu 20 Jahre, die zwischen der Entdeckung der Lagerstätte bis zu deren Inbetriebnahme vergehen. Und oft genug befinden sich diese Erzvorkommen dann in Regionen mit politischen Risiken, die meist nur schwer zu kalkulieren sind.

Silber und Gold halten ihren Wert bzw. ihre Kaufkraft über die Jahrtausende

Interessanterweise behalten Silber und Gold ihre Kaufkraft über die Jahrtausende, während die der Währungen eine beständige Schwindsucht erleiden. So verlor etwa der US-Dollar seit der Gründung der privaten US-amerikanischen Notenbank Fed 1913 rund 95% an Wert. Wäh-rend der US-Dollar bis 1971 mit Gold hinterlegt war, war der Wertverlust eher marginal. Die-ser beschleunigte sich jedoch mit der in 1971 stattgefundenen Entkoppelung von Gold (echtem Geld) und Papierwährung (falsches Geld=Falschgeld?). Seitdem betrug der Kaufkraftverlust des US-Dollars ganze ca. 80%! Dies klingt bereits sehr stark nach einer zu erwartenden Wäh-rungskrise. 

Und diese Entwicklung hält gerade weiterhin an, und dies solange bis der Wert gänzlich gegen Null gelaufen ist. Dagegen behalten Silber und Gold eine konstante Kaufkraft. Studien zeigen, dass etwa im Römischen Reich 1 elegante Tunika rund 1 Unze Gold kostete. Auch heute erhält man für den Gegenwert von 1 Unze Gold einen vornehmen Massanzug. Gleiches gilt etwa für ein KFZ: 1908 konnte man für den Gegenwert von 41 Unzen Gold einen Ford T erwerben; heute bekommt man für 41 Unzen Gold einen BMW 3 GT. Diese Liste könnte beliebig weiter-geführt werden. 

Was für Gold gilt, gilt selbstverständlich auch für Silber, besonders über die Jahrhunderte hinweg. Beide Edelmetalle bewegen sich von der Tendenz her immer Hand in Hand. In der Erdkruste kommt Silber mit 60 bis 80 mg pro Tonne etwa 15-mal so häufig vor wie Gold mit etwa 4 bis 5 mg/t. In diesem Verhältnis bewegte sich auch lange Zeit der Wert zwischen Silber und Gold. Heute allerdings, in einer Zeit, in der die Politik versucht, auch die Finanzmärkte zu kontrollieren – ein Ansinnen, das zum Scheitern verurteilt ist und das scheitern wird – wurde die sog. Gold-Silber-Ratio sprich das Wertverhältnis von Gold zu Silber auf rund 80 erhöht. Erreicht wurde dies durch extrem hohe Umsätze in Papier-Gold und –Silber über die Termin-börsen. Dabei ist zu beachten, dass Silber eine deutlich höhere Anwendung in der industriel-len Fertigung (rund 55%) aufweist und somit „verbraucht“ wird. In Zahlen ausgedrückt be-deutet dies, dass die weltweite, geförderte Silbermenge einen Gegenwert von lediglich rund 17 Mrd. USD hat, während die vergleichbare Menge an Gold, da es kaum verbraucht wird, bei rund 7.6 Billionen USD liegt. Wertmässig beträgt bei dieser Betrachtungsweise die Gold-Silber-Ratio sogar 447! und sollte doch eher dem historischen und geologischen Mittel von 15 entsprechen. Interessant gerade jetzt: in den vergangenen 20 Jahren gab es eine solch hohe Gold-Silber-Ratio von rund 80 nur wenige Male: 2003, 2009, 2016 und nun wieder in 2018. Von 2003 bis 2006 ging dieser Quotient auf ca. 45 zurück, von 2009 reduzierte er sich auf fast 30, in 2011. Allein daran kann man ablesen, sollte Gold auch nur konstant notieren in den kommenden Jahren, dürfte der Silberpreis im Verhältnis dazu sich in etwa verdoppeln. Und was passieren würde, wenn der Goldpreis seinen Aufwärtstrend fortsetzen würde, kann man sich leicht an fünf Fingern ausrechnen. Hieran lässt sich ablesen, dass die Zukunft des Silbers wahrhaftig „golden“ ist! Es ist gut, Gold zu besitzen, aus unserer Sicht jedoch noch deutlich besser, in Sil-ber zu investieren. 

Auch wenn wir die nächste Währungskrise aufgrund der sich weiter anhäufenden, immensen weltweiten Schuldenberge am Horizont zu sehen vermeinen, erscheint uns der Besitz von Silber, und ganz besonders in Form von Silbergranulat, wie es bei unserem Produkt S-Deposito im Schweizer Zollfreilager erworben werden kann, aussichtsreich. Selbst im Extrem-fall von Zeiten eines Goldverbotes, wie es gerade bei verschärften Währungskrisen immer wieder gesehen wurde, sollte diese Form des reinen Silbers, das doch überwiegend in die industrielle Anwendung geht, kaum verboten werden können. Auch die dominierende asiati-sche Grossmacht China wirbt öffentlich für die Investition seiner Bürger in Silber und Gold, und würde damit einen starken Gegenpool zu einem westlichen Verbot darstellen. 

Ist die Währungskrise schon zum Greifen nahe?

Möglicherweise zeigt das starke Interesse der Menschen an Bitcoins und Co. bereits die frühe Existenz einer bevorstehenden Währungskrise an. Während man den bestehenden Währun-gen immer weniger (ver-)traut, gerät diese elektronische Form des „Geldes“ stark ins Blick-feld von Anlegern wie auch Spekulanten. Warum? Einer der Gründe dürfte sicherlich der sein, dass angesichts des weltweit zu beobachtenden, weiteren Ausuferns der Schuldenberge das Vertrauen der Bürger in das Währungssystem mehr und mehr weg-erodiert. Aus unserer Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis Silber und Gold wieder den Stellenwert in den Augen der Menschen als wahres Geld erhalten, das sie quasi von Anbeginn der Menschheit hatten: Es wird seit jeher wegen der erhabenen Schönheit, wegen des Glanzes und der Farbe, und aufgrund des kostspieligen und schwierigen Abbaus als Geld geschätzt und steht für Wohlstand und Macht. Wohlstand wurde in Silber und Gold gemessen, daher kann man bei Silber und Gold davon sprechen, alle Definitionen von Geld zu erfüllen: Wertspeicher bzw. Wertaufbewahrungsmedium zu sein, ebenso wie Standardtauschmittel, Wertmass-stab bzw. letztendlich Recheneinheit.

Weltweit immense Schulden

Die Verschuldung weltweit hat mit aktuell 217 Billionen US-Dollar, gerechnet über weltweit alle Regierungs-, Unternehmens- und Privatschulden, eine Stand erreicht, der rund 327% der weltweiten Wirtschaftsleistung entspricht. Dabei wachsen die Schulden weiterhin rasant; ist das nachhaltig? Ein Unternehmen, das mit dem rund 3,3-fachen Umsatz verschuldet wäre, wäre sicherlich ein Fall für den Konkursrichter. Dass die Weltwirtschaft noch nicht in sich zusammen gefallen ist, lässt sich derzeit nur damit erklären, dass die Notenbänker der Welt in einer gemeinsamen Aktion die Referenzzinssätze auf ein historisch niedriges, in keinster Weise nachhaltiges Niveau reduziert haben, was auch der US-Notenbank Fed keine grossen Spielräume für weitere Zinserhöhungen lässt. 

In die Verschuldungszahlen sind allerdings bei weitem nicht alle Schulden eingerechnet. So zeigt eine Studie des World Economic Forum’s etwa auf, dass die sechs weltgrössten Pensionssparsysteme, USA, UK, Japan, die Niederlande, Kanada und Australien, bis zum Jahr 2050 einen Fehlbetrag von geschätzt 224 Billionen USD aufweisen werden. Dass unter diesen Umständen die Währungen keine Stabilität bieten können, ist offensichtlich. Entschuldung, ein vernünftiger Konsumverzicht sowie die Anlage in Silber und Gold erscheinen hier dringlicher denn je zuvor.

Preisuntergrenze Silberpreis
Mit einem aktuellen Silberpreis, gemessen an Roh-Silber zu Spot- bzw. aktuellem Marktpreis von rund USD 16.5 je Unze (31.1 g) dürfte der Silberpreis einen guten Boden gefunden haben. Dieser liegt mittel- bis langfristig in den Abbaukosten begründet. Wenn man sich die Quar-talsbilanzen von grösseren Silberproduzenten ansieht, stellt man fest, dass diese Firmen bei einem Silber-Spotpreis von rund USD 17 ein fast ausgeglichenes Ergebnis erzielen (vgl. etwa First Majestic Silver oder Endeavour Silver Corp.). Unter diesem Preis fallen Verluste an, die Produktion würde reduziert werden. Damit scheint ein Engagement in Silber zum aktuellen Zeitpunkt eine Anlage zu sein, die zwar hohe Schwankungen (+/- 30%) aufweisen kann, je-doch generell ein ausgezeichnetes Chance-/Risikoverhältnis zu besitzen scheint.
 
Got Gold?

‚Got Gold‘ (engl.) bzw. ‚haben Sie Gold‘ und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen und –Barren: den ‚Silber-Haggai‘, sowie den ‚Gu-ten Hirten‘. Den 1-Unzen Goldbarren ‚Gold-Haggai‘; sowie das S-Deposito zum Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Gerne geben wir Ihnen dazu über unsere erfahrenen Berater Auskunft.