3. Newsletter 2018

Liebe Kunden

Wir möchten Sie mit diesem 3. Newsletter für das Jahr 2018 wieder über die aktuelle Situation am Silber- und Goldmarkt informieren und Ihnen einen fundierten Überblick über die Finanzmärkte geben.

Preisentwicklung Silber bislang in 2018

Seit Jahresbeginn 2018 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, knapp 12.95% im Minus. Der Preis für eine Unze Gold gab seit Jahresbeginn um 5,40% nach. Im Vergleich dazu notieren etwa Platin gut 7% im Minus, Palladium konnte sich deutlich erholen und notiert ca. 4% im Plus.

Aktuelle Situation an den Finanzmärkten

Im Folgenden zeigen wir Ihnen anhand zahlreicher Grafiken die aktuelle Situation an den Finanz- märkten auf – gemäss dem Motto: «Ein Bild sagt mehr als 1‘000 Worte», wie es so trefflich heisst. Zudem erläutern wir Ihnen jeweils die Kernaussagen der Grafiken.

Die Schwächsten trifft es zuerst!

Wie untenstehende Grafik zeigt, steigt die Verschuldung der Drittweltländer stark an, vor al- lem die Verschuldung in USD – seit dem Jahr 2000 von ca. 8 Bio. USD in 2000 auf jetzt fast 50 Bio. USD. Bei gleichzeitigem Währungsverlust gegenüber dem USD werden diese Kredite mehr und mehr notleidend, und schliesslich wohl uneinbringlich.

Das Beispiel Türkei zeigt: die massive Neuverschuldung bringt, durch politischen Vertrauensverlust beschleunigt, die Heimatwährung Lira massiv unter Druck:

  • über 40% Währungsverlust in 2018
  • deutlich steigende Zinsen
  • Aktienmarkt unter Druck

 

Auf globaler Basis zeigt sich ein ähnliches Bild ...

Auf globaler Basis zeigt sich derzeit eine weiterhin wachsende massive Verschuldung in Höhe von ca. 330% der weltweiten Wirtschaftsleistung (BIP). Stellen Sie sich eine Firma mit einer Verschuldung in Höhe des 3,3-fachen Umsatzes vor. Sie müsste kurzfristig ohne wenn und aber die Insolvenz hinnehmen, denn niemals kann in so einer Situation Zins und Tilgung bezahlt werden. Und stellen Sie sich vor, dann würden auch noch die Zinsen steigen ...

Lediglich die (noch teilweise anhaltenden) rekordtiefen Zinsen weltweit machen diese immense Schuldenlast noch einigermassen tragbar!

Verschuldung der USA

Aktuell beträgt die Verschuldung der USA ca. 21 Bio. USD. Im Schnitt verdoppelt sich der Schuldenstand alle 8.5 Jahre. Für die Zukunft ergäbe dies ein dramatisches Szenario:

  • 2027:   42 Bio. USD
  • 2035:   84 Bio. USD
  • 2044: 168 Bio. USD

 

Verschuldung und Gold-/Silberpreis

Die Entwicklung der Verschuldung setzt Preistrends für die Edelmetalle. Die untenstehende Grafik zeigt, wie letzlich die Entwicklung der Schulden auch die Preisentwicklung von Gold und damit von Silber definiert. Obgleich die Preise von Edelmetallen stärker schwanken, bewegen sie sich letztlich um den Trend der Verschuldung. Was auch ersichtlich ist: Gold und damit Silber haben aktuell ein erhebliches Nachholpotenzial im Preis: Gemäss der Grafik müsste der Goldpreis eher bei USD 2‘000 stehen, anstelle von derzeit ca. USD 1‘230 – und der Silberpreis zwischen USD 25 und 50, wenn man von einer Bandbreite des Gold-/Silber-Quotienten von 80 bis 40 ausgeht.

Die Bilanzen der grossen Notenbanken

Die Bilanzen der Welt-Notenbanken nach der Finanzmarktkrise von 2008 sind extrem aufgebläht - durch Aufkauf neuer Schulden der Staaten, die versuchten, dadurch einen globalen Finanzkollaps zu verhindern. Doch die nächste Finanzkrise steht vor der Türe – wie werden sich die Notenbanken bei der nächsten Finanzkrise verhalten?

Neue Rekord-Geldinjektionen in die dann taumelnden Volkswirtschaften würden die Ver- schuldung nochmals weiter exponentiell steigen lassen ...

 

Was machen die Zinsen?

Die Zinsen steigen – zumindest in der grössten Volkswirtschaft der Welt, den USA. Ganz klar ist der 30 Jahre währende Zinsabwärtstrend gebrochen. Der Preis fürs (billige) Geld steigt, muss stei- gen, denn das Risiko in den Währungen aufgrund der steigenden Verschuldung nimmt zu.

Was in den USA am Zinsmarkt passiert, wird sich früher oder später auch in anderen Industrielän- dern zeigen. Italien ist dafür ein erstklassiges Beispiel: Der marode Haushalt und die weiter stei- gende Verschuldung lassen Risiko in italienischen Staatsanleihen steigen. Anleger verlangen dafür eine steigende Risikoprämie, in Form von steigenden Zinsen. Viele andere Länder werden folgen, kaum ein Land wird sich von dieser Entwicklung abkoppeln können. Steigende Zinsen machen eine weiter wachsende Verschuldung immer schwerer tragbar, ge- schweige denn rückzahlbar! Irgendwann bricht die Wirtschaft unter der Last der Schulden ein.

Konsumentenpreisindex steigt deutlich an

Eine Neuverschuldung = frisch gedrucktes Geld, in grösserem Umfang als das BIP Wachs- tum, bewirkt Inflation respektive Kaufkraftverlust!

Eine Währungseinheit erwirbt immer weniger Güter bzw. Güterpreise steigen aufgrund zu stark ansteigender Geldmenge. Ein Trend ist in den Industrienationen ganz klar erkenn- bar: Eine weitere Einheit neuer Verschuldung erkauft eine immer kleiner werdende Einheit Wirtschaftswachstum. Und das Geld verliert an Wert.

Kaufkraft gemessen an Gold

Während Silber- und Gold-Standartzeiten (1720 – 1971) konnte man nahezu eine konstante Kaufkraft des USD beobachten.

Erst nach dem Verbot von Goldbesitz und v.a. nach Beendigung des Goldstandards (Hinterle- gung der Währung mit Gold oder Silber – Währung war eintauschbar in Gold oder Silber) bricht die Kaufkraft einer Währungseinheit auf nahezu Null ein, wie hier unten am Beispiel des USD sichtbar wird.

Die Schlussfolgerung daraus: Silber und Gold halten über die Jahrhunderte ihre inhärente Kaufkraft!

Goldpreis von 1790 - heute
Der USD war stabil über Jahrhunderte hinweg aufgrund der Gold- bzw. Silberhinterlegung – diese wurde 1971 aufgehoben, da zu viele Gläubiger der USA ihre USD in echte Werte, in Gold eintauschen wollen. Die USA wären somit pleite gewesen. Damals begann man darum, USD aus dem Nichts zu schaffen, die Kaufkraft permanent zu schmälern, und die Verschuldung in ungeahnte Höhen zu befördern. Seitdem kam es zu erheblichen Preisansteigen bei Gold und bei Silber – der steile Aufwärts- trend auf langfristiger Basis ist bei Gold und Silber intakt und verheisst weiterhin deutlich steigende Kurse. Die Schlussfolgerung daraus: Silber und Gold gehen Hand in Hand, Silber dabei mit deutlicheren Ausschlägen als Gold – erheblich steigende Silberpreise sind in den kommenden Jahren zu erwarten.  
Goldpreis und Gold-/Silber-Ratio

Das Verhältnis aus Goldpreis zu Silberpreis bezeichnet man auch als sog. Gold-/Silver-Ratio. Die- ser Wert zeigt an, ob Silber im Verhältnis zu Gold günstig oder teuer ist. Diese Relation schwankt mehr oder weniger zwischen den beiden Extremwerten, ca. 80 (wenn Silber im Vergleich zu Gold extrem unterbewertet ist) und ca. 20-30 (wenn Silber im Verhältnis zum Goldpreis sehr teuer ist).

Aktuell beträgt dieser Quotient fast 84, kennzeichnet also eine extreme Unterbewertung von Silber gegenüber Gold! Bemerkenswert ist die Tatsache, dass fast jedes Mal, wenn im Verlauf diese Gold-/Silver-Ratio einen Extremwert im Bereich von 80 erreichte, dies mit einem mittelfristigem bzw, zyklischen Tief beim Goldpreis zusammen traf. Sprich, bei solchen Relationen ist es besonders aussichtsreich, in Silber investiert zu sein, denn dann löste sich oft die Situation derart auf, dass bei steigenden Goldpreisen ein um so stärker steigender Silberpreis diesen Quotienten reduzierte – allerdings mit den für Silber typischen, verstärkten Schwankungen in der Kursent- wicklung.

Die Schlussfolgerung daraus: Extremwerte von ca. 80 und darüber bei der Gold-/Silber-Ratio sind oft gleichzeitig sehr gut Kaufzeitpunkte für Gold – und nochmals bessere für Silber!

 

 

Zusammenfassung

 

Ausgangsbasis heute:

  • Steigende Verschuldung in Dritt- und Industrieländern setzt sich immer mehr fort
  • Steigende Zinsen als Reaktion zunehmender Verschuldung und damit steigendem (Ausfall-)Risiko
  • Steigende Inflation bzw. fortschreitender Kaufkraftverlust aufgrund steigender Verschul- dung und damit steigende Ausgabe frischer Gelder
  • Währungsverfall ist aktuell v.a. bei Drittweltländern bereits zu beobachten
  • Aktienkursrückgänge in Drittwelt- und nun auch bei Industrieländern
  • Zudem: Steigende politische und ökonomische Risiken weltweit (Strafzölle und Wirtschaftskriege, Syrien/Iran/Russland/etc.)

Konsequenzen:

  • Wir beobachten eine sich ausweitende Krise der Drittweltländer, den Beginn machte die Türkei
  • «Überschwappen» der Finanzkrise auf weitere Drittweltländer – dieser Prozess ist bereits im Gang
  • Letztendlich wird sich die Krise auf die Industrieländer ausweiten; Italien bewegt sich be- reits aufgrund deutlich steigender Zinsen auf Krisenmodus zu – mit der Folge einer welt- weiten Rezession/Depression aufgrund der vernetzten, globalisierten Welt
  • Politik der Notenbanken in Krisenzeiten wird die altbekannte sein: Massive Ausweitung der Geldmengen, um die jeweiligen Wirtschaften «zu retten» - mit weiterer fatalen Neuverschul- dung
  • Inflation und Kaufkraftverlust der Währungen werden deutlich weiter angefacht und schreiten fort, möglicherweise oder notwendigerweise bis hin zum Währungskollaps
  • Risikobehaftete Anlagen werden besonders stark verkauft und gemieden, ultimative Sicherheit wird mehr und mehr von der breiten Masse gekauft: Silber und Gold

 

Got Gold?

‚Got Gold‘ (engl.) bzw. ‚haben Sie Gold‘ und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen und –Barren: den ‚Silber-Haggai‘, sowie den ‚Guten Hirten‘. Den 1-Unzen Goldbarren ‚Gold-Haggai‘; sowie das S-Deposito zum Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Gerne geben wir Ihnen dazu über unsere erfahrenen Berater Auskunft.

Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

 

Risikohinweis und Haftung

Dieses redaktionelle Angebot dient ausschließlich zum Zweck der Information und sollte in keinem Fall allein als Entscheidungsgrundlage für jede Art von Finanztransaktionen wie den Kauf oder Verkauf von Edelmetallen herangezogen werden. Die Haftung für Vermögensschäden wird kategorisch ausgeschlossen. Alle Inhalte beruhen auf Informationen und Quellen, die Autor und Herausgeber für vertrauenswürdig und seriös erachten. Für die Richtigkeit der Inhalte kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Edelmetalle sind zum Teil erheblichen Schwankungen und Risiken unterworfen. Die Vermögensanteile einzelne Anlagen sollten immer nur so viel betragen, dass auch bei einem erheblichen Kursverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann.