Newsletter 2. Quartal 2018

Liebe Kunden

Wir möchten Sie mit diesem 2. Newsletter für das Jahr 2018 wieder über die aktuelle Situation am Silber- und Goldmarkt informieren, wie auch einen kurzen Überblick über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen geben.

Preisentwicklung Silber bislang in 2018

Seit Jahresbeginn 2018 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, knapp 12.66 % im Minus. Der Preis für eine Unze Gold gab seit Jahresbeginn um 9,05 % nach. Im Vergleich dazu notieren etwa Platin und Palladium jeweils gut 17 % im Minus.

Aktuelle Bewertung – inflationsbereinigt
In unserem 1. Newsletter 2018 haben wir darüber berichtet, wie Silber und Gold seit Menschengedenken Teil des täglichen Lebens sind, und wo ungefähr die Preisuntergrenze für diese Metalle liegen sollten. Mittlerweile ist etwa der Preis von Silber unter die Einstandskosten bzw. die Gestehungskosten bei der Förderung und Produktion gefallen – und daher auf ein Preisniveau, das keinesfalls nachhaltig bzw. daher von langer Dauer sein kann. Bereinigt um die tatsächliche Inflation notiert die Bewertung für Gold – und analog können Sie sich dies für Bewertung von Silber vorstellen – mit derzeit rund ca. 1‘200 USD je Unze nahe des historischen Tiefstwertes aus den Jahren 1999 und 2001 mit ca. 250 USD je Unze (USD und CHF notieren derzeit nahezu 1 zu 1). Wenn Sie sich den Chart hier unten ansehen, der die Goldpreisentwicklung abbildet, bereinigt um die echte Inflation, dann notieren wir heute nahe eines 300-Jahrestiefstpreises. Nur um den nominalen Höchstwert von 1980 mit ca. 850 USD je Unze zu erreichten, müssten derzeit inflationsbereinigt ca. 16‘500 USD je Unze bezahlt werden! Während westliche Staaten und Notenbanken (noch) Silber- und Goldpreise mit allen Mitteln versuchen, tief zu halten, spielen sie den östlichen Marktteilnehmern bedeutend in die Hände, die derzeit jede verfügbare Unze erwerben, da sie wissen, dass letztendlich nur Silber und Gold seit knapp 6‘000 Jahren das einzig überlebende Geld darstellen. Wenn wir an dieser Stelle oft vom Goldpreis und dessen Einflussfaktoren sprechen, dann einfach deswegen, weil der Goldmarkt deutlich grösser als der Silbermarkt ist und die Richtung für die Edelmetalle vorgibt. Somit gilt im wesentlichen dasselbe für Silber, was im grossen und ganzen für den Goldmarkt zutrifft.  
Positionierung der grossen Spekulanten deutet Preisumkehr an
Eine andere derzeit sehr bemerkenswerte Tatsache zeigt sich am Futuresmarkt, an dem Goldkontrakte auf Papierbasis gehandelt werden, die letztendlich im Moment den Preis bestimmen. Hier ist zu beobachten, dass bei den bedeutenden Marktteilnehmern, die sog. Large Specs (Hedge-Fonds, Managed Futures Fonds, Fonds Berater und Manager etc.) sich eine Situation ergeben hat, die es so seit 2001, das den Tiefstpunkt im Goldpreis markierte, nicht mehr gegeben hat. Diese Large Specs sind zum ersten Mal seit 2001, als der Goldpreis rund 250 USD je Unze kostete und daraufhin innert rund 10 Jahren eine dramatische Aufwertung erfuhr, wieder in der Mehrzahl ‚short‘ sprich sie spekulieren mehrheitlich auf weiter fallende Preise. Allerdings, was in der Finanzindustrie als sogenannter Kontra-Indikator gewertet wird, geht man davon aus, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer meist falsch liegt bzw. wenn die Mehrheit der Anleger in eine Richtung spekulieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Kehrtwende sehr gross, denn das grösste Kapital hat sich schon in eine bestimmte Richtung orientiert. Wenn dann diese Positionen wieder glattgestellt werden müssen, bedeutet dies dass grosse Mengen Kapital wieder in die andere Preisrichtung drängen. Alles in allem eine hervorragende Ausgangsbasis für steigende Preise bei Gold und Silber. Damals in 2001, als zuletzt diese Konstellation vorherrschte, stieg der Goldpreis von rund 250 USD auf in der Spitze 1911 USD je Unze. Aus der langfristigen Kursentwicklung gemäss der Darstellung unten ist ebenfalls auch zu sehen, dass der Goldpreis derzeit lediglich nach der immensen Kursrally von 250 auf gut 1900 USD je Unze innert 10 Jahren ‚konsolidiert‘ bzw. etwa zu ‚verschnaufen‘ scheint. Eine Trendumkehr ist aus dem Kursverlauf hier keineswegs zu erkennen. Und gerade dann, wenn ein Investment so wenig geliebt und gesucht ist, wie Silber und Gold es zur Zeist sind, ist es in den meisten Fällen so, dass eine günstige Einstiegschance besteht, gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass die globalen Risiken  seit 2011, als Gold seinen letzten Höchstpunkt markierte, in nahezu jeder Hinsicht dramatisch zugenommen haben. Die Grafik hier zeigt den Kursverlauf von Gold seit 2000 an, als der Goldpreis sein letztes Preistief markierte. Genau damals waren die grossen Spekulanten in der Summe ‚short‘ auf das Gold, hatten erhebliche Positionen aufgebaut, die auf weiter fallende Kurse gesetzt haben. Und es kam ganz anders. Im Sommer 2011 konnten dann Kurse von über 1‘900 USD je Unze festgestellt werden.
Von der Währungskrise zur Finanzkrise?
Vieles hat der amerikanische Präsident Trump während seiner Wahlkampfzeit versprochen, und vieles auch gehalten. Mit einem seiner Ziele tut er sich jedoch momentan schwer: Trump wollte unbedingt einen schwachen US-Dollar erreichen. Und dies trotz seiner ‚America first‘ Wahlkampfparole. Jetzt zeigt sich, dass beide Ziele sich ‚beissen‘ oder entgegenstehen. Ein starkes Amerika bedeutet, zumindest im Moment, auch einen starken US-Dollar, oder anders gesagt, derzeit ist der USD der Einäugige unter den Blinden (gegenüber der anderen Währungen). Kaum macht Trump ein wenig Druck über Strafzölle, knicken Währungen von Ländern, die über hohe Schulden verfügen, ein wie Streichhölzer. Sie sind nicht einmal ein wenig Druck gewachsen. Prominente Beispiele sind derzeit China und vor allem die Türkei, daneben aber auch Argentinien, Südafrika, Brasilien oder Indonesien. Länder, in denen die Währungen deutlich nachgeben, ebenso wie deren Aktienmärkte. Kapital wird aus zunehmend als riskant angesehenen Märkten herausgenommen und vornehmlich in den USD als vermeintlich derzeit sicheren Hafen investiert.       Quelle: comdirect.de   Wie hier am Beispiel Türkei deutlich wird, verlor die Landeswährung innert weniger Tage erheblich an Wert, lediglich aufgrund für die Türkei relativ unbedeutender Sanktionen seitens der Trump Regierung als Druckmittel auf die Freilassung eines in der Türkei angeblich aus Spionageverdacht festgesetzen US-Pastors. Gleichzeitig stieg der Zinssatz in türkischer Lira aufgenommener neues Schulden von rund 20 auf ca. 25%, die Inflation in der Türkei beträgt dereit rund 16%. Rutscht die Türkei in eine Finanz- bzw. Wirtschaftskrise, dann drohen erhebliche Effekte auf andere Länder, einschliesslich der EU, deren Währung gleichzeitig gegenüber dem USD nachgab. So sind etwa italienische Banken mit insgesamt 17 Mrd. USD Gegenwert in der Türkei mit Krediten engagiert, Frankreich beispielsweise mit 38 Mrd. USD und Spanien sogar mit 83 Mrd. USD. Die Verknüpfungen der Türkei mit Europa wird hier wiederum deutlich.
Der Einäugige unter den Blinden

Was die USA in Bezug auf den USD so attraktiv macht, ist allerdings fraglich. Die Verschuldung in den USA betrug zum Ende Juli 2018 rund 21.31 Billionen USD, und damit rund 7% oder ca. 1.4 Billionen USD mehr als im Vorjahr. Die Staatsschulden in den USA steigen derzeit rasant, nachdem Präsident Trump die Unternehmenssteuern in den USA von 35 auf nurmehr 21% reduzierte. Dies reisst ein gewaltiges Loch in den US-Haushalt, der über neue Schulden finanziert werden muss. Inwieweit die Mindereinnahmen zukünftig durch höhere Investitionen und Löhne im Inland kompensiert werden können, kann derzeit nicht ansatzweise gesagt werden. Eine Abschwächung des BIP oder gar eine Rezession in den USA hätte verheerende Auswirkungen auf den USD, der aus unserer Sicht aufgrund der fehlenden Stabilitätskennzahlen keinesfalls als sicherer Hafen einzuschätzen ist.

Was bleibt … ? Silber und Gold, denen keine Schulden gegenüberstehen, die mit hohem Aufwand als knappe und begehrte Güter gewonnen werden, und seit Beginn der Menschheitsgeschichte echtes Geld darstellen.

Got Gold?

‚Got Gold‘ (engl.) bzw. ‚haben Sie Gold‘ und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen und –Barren: den ‚Silber-Haggai‘, sowie den ‚Guten Hirten‘. Den 1-Unzen Goldbarren ‚Gold-Haggai‘; sowie das S-Deposito zum Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Gerne geben wir Ihnen dazu über unsere erfahrenen Berater Auskunft.

Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

 

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