Newsletter 2. Quartal 2017

Preisentwicklung Silber
Seit Jahresbeginn 2017 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, 2,3% im Plus. Im Vergleich dazu stieg der Preis für eine Unze Gold seit Jahresbeginn um gut 8,9% an. Inwieweit der Kurs für Edelmetalle tatsächlich dem reellem Angebot und Nachfrage entspricht ist allerdings mehr als fraglich. Wir gehen später noch näher auf diese Thematik ein. Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang ist dabei, dass erfahrene Marktteilnehmer davon ausgehen, dass etwa allein die US-amerikanische Grossbank JP Morgen in den vergangenen Jahren einen immensen Silberberg im Umfang von rund 500 Mio. Unzen plus angehäuft haben soll. Mit welchem Ziel? Wie es einer Bank zu eigen ist, ist davon auszugehen, dass hier mit einen massiven Anstieg bei Silber gerechnet wird.
Inflation zieht weltweit wieder an
Während die Notenbanken aus globaler Sicht immer mehr Geld drucken und in den Umlauf bringen, um die Wirtschaftstätigkeit zu unterstützen – wobei eine Einheit Verschuldung eine immer geringere Einheit Wirtschaftswachstum produziert – zeigt sich die negative Kehrseite rücksichtsloser Geldschaffung aus dem Nichts: Die Inflationsraten steigen wieder an, wie in der Grafik im Fall der USA mit +2,5% zu sehen ist. Dasselbe ist jedoch auch in der EU oder etwa in Grossbritannien zu sehen, hier sind die Inflationszahlen zuletzt um 2% in Deutschland und 2,5% in Grossbritannien angestiegen. Silber und auch Gold sind ausgezeichnete Barometer für Inflation, sie steigen, wenn die Inflation ansteigt, aber auch, wenn das Finanzsystem Risse aufweist (und werden auch gerade deswegen künstlich niedrig gehalten).
Silber als Geld – eine lange Geschichte
Wie dem auch immer sei, es ist nicht verwunderlich, dass auch Grossbanken ausserhalb der Berichterstattung der internationalen Finanzpresse auf Silber setzen. Seit mehr als geschätzte 4‘000 Jahre ist Silber im Gebrauch als Standarttauschmittel bzw. Zahlungsmittel. Erstmals wurde Silber in der Bibel im 1. Buch Mose erwähnt, als uns berichtet wird, dass Abram reich an Vieh, Silber und Gold war (1. Mose 13;2). Kurz darauf erfahren wir, dass Abraham ein Stück Land für 400 Lot Silber erwarb (1. Mose 23;15). Während seit Menschengedenken das auf Silber als normalem Zahlungsmittel beruhendem Wirtschaftssystem sehr gut zu funktionieren schien, wurde in China im 10. Jahrhundert n.Chr. das erste staatliche Papiergeld, also ungedecktes Kreditgeld (= fiat money; manche bezeichnen es als legales Falschgeld) als Notgeld aufgrund von Kriegen und Rohstoffknappheit eingeführt. Diese Erfahrungen mit Geld und Zahlungswesen gelangten über die Jahrhunderte hinweg nach Europa. Hier waren es jedoch zuerst gewiefte oder dubiose Privatpersonen, nicht Königshäuser oder Regierungen, die sich dieser neuen Form des ‚Geldes‘ annahmen. Die erste Notenbank der Welt wurde 1656 in Schweden von Johan Palmstruch gegründet und erhielt in 1661 vom schwedischen König das Recht, eigene Banknoten herauszugeben und wurden vom schwedischen Staat als legales Zahlungsmittel anerkannt. Offiziell durch Gold gedeckt, kam bald heraus, dass dies gar nicht stimmte und die Bank pleite ging. 1694 wurde die Bank of England gegründet. 1819 wurde dort der Goldstandard geboren. Gold wurde immer durch ein festgelegtes Tauschverhältnis in Silber definiert. Dies wurde hier nun aufgehoben, 1 Pfund Sterling (Goldmünze) wurde nur mehr als 20 unterwertige Shilling (Scheidegeld) festgelegt. Der Begriff ‚Sterling‘ war Ausdruck einer bestimmten Reinheit bei Silber, heute 925/1000tel, und wurde seit 800 Jahren in Europa verwendet. Während das Vertrauen der Menschen in Silber letztendlich damit auf ungedecktes Papiergeld übertragen wurde, wurde die Entmonetarisierung des Silbers vollzogen und in der Folge dann ungedecktes Kreditgeld als Wertmassstab für reale Güter weltweit etabliert.
Finanzsystem mit ‚wertlosem‘ Geld
So wurde im 17. Jahrhundert der Grundstein für das heutige Finanzsystem und Bankwesen gelegt. Höchst interessant dabei ist, dass diese Entwicklung Hand in Hand mit dem Beginn der sog. Aufklärung, dem neuzeitlichen Rationalismus, einer vom Schöpfungsglauben losgelösten Naturwissenschaft sowie einer allgemeinen Bibelkritik ging. Losgelöst von Gott und Seiner Weisheit begann die Menschheit, sich einem Geldsystem zu unterwerfen, das letztendlich durch nichts als den ‚vertauensvollen‘ Worten von Politikern und Notenbankern (ein Widerspruch in sich?) hinterlegt ist. Heute ist es so, dass jeder Ausgabe neuen Geldes gleichzeitig im selben Umfang neue Schulden gemacht werden. Diese müssen irgendwann beglichen werden. Die Verschuldungsquote wie auch die Geschwindigkeit, in der neue Schulden aufgehäuft werden, hat weltweit ein nie zuvor gesehenes Ausmass angenommen. Zudem kommt, dass über die sog. Giralgeldschöpfung derzeit in Mitteleuropa mit jedem Euro, den ein Sparer zu seiner Bank zur Aufbewahrung und Verzinsung (heute kaum oder nicht mehr vorhanden) bringt, die Bank 13 Euro neue Kredite vergibt. Hier wurde ein Finanz-Kartenhaus aufgebaut, unter dem Segen und Schutz der Notenbanken und Regierungen, die so gut es geht Einfluss auf die Preise von Silber und Gold nehmen, um ihr Missmanagement der Wirtschaft und vor allem der Staatsfinanzen, die, wenn es private Unternehmungen wären, längst in den Zwangsvollzug gegeben worden wären, zu übertünchen.
Preisfindung von Silber und Gold
Schauen wir uns dies kurz am Beispiel von Gold an: jährlich werden rund 3‘000 t Gold im Gegenwert von ca. 120 Mrd. USD gefördert. Allerdings findet die Preisfindung nicht anhand von Angebot und Nachfrage nach physisch vorhandenem Gold statt, sondern auf Basis des sog. Papier-Goldes, dessen Nachfragestruktur wenig mit der des physischen, echten Goldes gemeinsam hat. Pro Jahr beträgt der Umsatz an den für Papier-Gold massgeblichen Börsen (Comex, NY; LBMA, London; div. Futures Exchanges) sage und schreibe 74 Billionen USD, also gut 600-mal so viel wie die jährliche Goldproduktion ausmacht! Mit einem Hebel von grösser 600 zu 1 ist es leicht, den physischen, sprich echten Goldpreis zu unterdrücken. Auf ähnliche Art und Weise findet die Manipulation beim Silberpreis statt, und die zuständigen staatlichen Aufsichtsbehörden schauen dabei (noch) einfach zu.
Weltweite Verschuldungsexzesse
Ein steigender Goldpreis würde das Ausmass des Missmanagements gerade der westlichen Staaten allen deutlich machen. Allein die sechs weltgrössten Notenbanken haben seit 2006 bis heute rund 13 Billionen USD an neuem Geld gedruckt, in der selben Zeit stieg die Verschuldung der Welt um 70% auf insgesamt 100 Billionen USD. Im Vergleich zu dieser Zahl: alles bislang geförderte Gold beträgt ca. 170‘000 t mit einem Gegenwert von rund 7 Bio. USD; die Welt-Wirtschaftsleistung beträgt aktuell ca. 70 Bio. USD. Pro Monat generieren die Zentralbanken global rund 300 Mrd. USD an neuer Liquidität und nutzen diese, um die Preise diverser Anlageklassen – außer Silber und Gold – in die Höhe zu treiben bzw. zu stabilisieren; wo stünden die Finanzmärkte ohne diese nun anscheinend dringend notwendige Liquiditätsspritze? Es ist zu vermuten, dass ohne diese Gelder das Finanzsystem bereits jetzt am Ende wäre, und auch samt dieser neuen Liquidität, aus dem Nichts geschaffen, werden die Weltwährungen über kurz oder lang gemessen an ihrer Kaufkraft bei Null enden.
Werden Silber und Gold wieder im alten Glanz erscheinen?
Wann dürften Silber und Gold letztendlich ihren wahren Glanz scheinen lassen? Spätestens dann, wenn die Eigentümer von oben angesprochenem ‚Papier-Gold‘ die physische Auslieferung verlangen. Dann wird offensichtlich, dass ihnen Silber und Gold verkauft wurde, das es gar nicht gibt und niemals geben wird, und der Preis für echtes Silber und Gold dürfte dann ungeahnte Höhen erreichen. Spätestens dann wird auch für alle sichtbar werden, dass Silber und Gold die einzig wahre Form von Geld darstellt, denn die durch das ungezähmte Ausgeben von legalem Falschgeld sich auftürmenden Verschuldungsberge werden irgendwann jedes Pflänzchen an Hoffnung für die Realwirtschaft erdrücken.

Die Produkte unserer Firma sind darauf ausgerichtet, echten Wohlstand auf solider und nachhaltiger Basis – Silber und Gold - zu generieren.

Herzliche Grüsse und Shalom
Ihr Team von BB WERTMETALL AG