2. Newsletter 2020

Liebe Kunden

Wir möchten Sie mit diesem 2. Newsletter für das Jahr 2020 wieder über die aktuelle Situation am Silber- und Goldmarkt informieren, ebenso wie über aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Wie wir in unserem letzten Newsletter betont haben, dass die Aktienmärkte ein kritisches, überhöhtes Kursniveau erreicht haben, hat sich im zuletzt erfolgten Crash bewahrheitet. Weltweit gaben die Indizes zwischen 25% und 30% nach.

Erhebliche Preisrückgänge bei Silber und den anderen Edelmetallen

Seit Jahresbeginn 2020 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, rund 17.6 % im Minus. Der Preis für eine Unze Gold stieg seit Jahresbeginn um ca. 0.9 %. Im Vergleich dazu notiert Platin etwa 23.9% niedriger, und Palladium mit ebenfalls deutlichen ca. 21 % im Minus.

Wie kann man das verstehen? Der Silberpreis wie auch der Preis von Gold, Platin und Palladium sind in der vergangenen Woche in einem Ausmass gefallen, wie man sich das nicht hätte vorstellen können. Derweil ist die Nachfrage nach physischem Silber zu Anlagezwecken rapide gestiegen. In den ersten beiden Wochen des März wurden etwa laut der US Mint, der amerikanischen staatlichen Münzprägebehörde, mit 2.32 Mio. Silber Eagle Anlagemünzen über 300% der Menge an  Silber Eagles verkauft als im gesamten Monat Februar mit insgesamt rund 750 000 Stücken. Münzhändler in Deutschland und in der Schweiz sprechen davon, dass physisches Silber knapper geworden ist, Lieferzeiten für Silberanlagemünzen und -Barren werden deutlich ausgedehnt.

 

Gold-/Silber-Ratio erreicht historischen Rekordwert – maximale Unterbewertung von Silber

Dabei ist Silber so günstig wie niemals zuvor in der Geschichte, verglichen mit dem Preis von Gold. Die hier immer wieder erwähnte Gold-/Silber-Ratio, das Verhältnis aus Gold- zu Silberpreis, durchbrach die Marke von 100, und lag zuletzt bei über 104. Die Grafik unten zeigt, dass ein Wert über 100 bislang nur einmal in den Jahren um 1940 erreicht wurde, dieses Verhältnis dann aber auf bis zu knapp 15 sank.

In der frühen 1990er Jahren wurde wieder ein Wert von annähernd 100 erreicht, worauf dieser dann wieder auf bis zu 30 herabfiel. Historisch gesehen dürfte es sich aktuell um eine grosse Kaufchance handeln. Denn Qualität wird nie lange so deutlich unter Wert angeboten.

Nach wie vor hohe Investmentnachfrage nach Silber und nach Gold

In der vergangenen Woche wurden rund 3.35 Mio. Unzen Silber aus den grossen Fonds und ETF‘s (Exchange traded Funds) verkauft, die ist jedoch bei einer Gesamtanzahl von 1 136.8 Mio. Unzen an nachweislich zu Investitionszwecken gehaltenen Menge an Silber eher ein kleiner Tropfen in einem grossen Fass. Die Grafik hier zeigt die auf wöchentlicher Basis transparenten Silberbestände in veröffentlichten Lagerstätten, Investmentfonds und ETFs.

Wie hier sehr gut zu sehen ist, ging von 2001 bis 2011 der Preis Hand in Hand mit der Menge an Silber zu Anlagezwecken. Seitdem fand eine völlige Entkoppelung von Nachfrage und Preisentwicklung bis heute statt. Interessant: Würde der Preis dem Nachfragetrend entsprechen, müsste der Silberpreis heute bei etwa 50 USD je Unze liegen und damit nahe dem Höchstwert aus August 2011, und wie die nächste Grafik zum Goldpreis und Goldunzen zu Anlagezwecken zeigt, ist genau dies mehr oder weniger bei Gold auch der Fall.

Zwar hat der Goldpreis gegenüber der starken Nachfrage noch etwas Nachholpotential gemäss dieser Darstellung, der Trend von Nachfrage und Preis geht hier jedoch klar in dieselbe Richtung. Auch hier wird das enorme Aufholpotential beim Silberpreis sehr deutlich.

Der wahre Grund für den starken Rückgang beim Silberpreis?

Insgesamt muss beachtet werden, dass der Preistrend bei Edelmetallen, natürlich auch beim Silber, weniger über die physische Nachfrage erfolgt, sondern immer wieder durch die massiven Aktionen an den Future Börsen massiv beeinflusst und teils gesteuert wird.

Die acht grössten Händler in Silber und Gold an der Comex, der Commodity Exchange in New York, allen voran JPMorgan Chase & Co., hatten zusammen in den vergangenen Monaten erhebliche Shortpositionen (Finanzwetten auf einen sinkenden Preis von Silber und Gold) in ihren Büchern. Die nun durch das Corona Virus ausgelöste Finanzkrise macht einen zu erwartenden starken Anstieg im Preis von Silber und Gold nun sehr wahrscheinlich. Es ist davon auszugehen, dass diese Marktteilnehmer nun einen erheblichen Preisrückgang bei Silber und Gold inszenierten, um die Verluste aus ihren Shortpositionen zu minimieren und diese soweit möglich glatt zu stellen.

Wie können sie dies tun? Diese 8 grössten Händler am Rohstoffterminmarkt, auch Commercial Traders genannt, stellen im Futures Bereich meist die Gegenpartei dazu zu Fonds Manager, die für Ihre Fonds und gemanagten Kundenportfolios Kaufpositionen in Silber und Gold, meist zur Portfoliodiversifizierung und -Absicherung halten. Fallen die Preise etwa von Silber oder Gold unter gewisse sog. charttechnische Marken bzw. Preisniveaus oder gleitende Durchschnitte, werden so Verkaufssignale generiert, denen die meisten Portfolio Manager folgen, um grössere Kursverluste zu reduzieren. Bei einer hohen Anzahl an gleichzeitigen Verkäufen dieser Edelmetall-Positionen über Papierkontrakte kommt es dann zu einem Preisrückgang, der wie im Fall der letzten Tage erheblich ausfiel.  Dies sind allerdings eher kurzfristige Bewegungen, wobei sich der fundamentale Preistrend immer wieder durchsetzen wird.

Wenn dem so wäre, dürfte nun dem Anstieg der Silber- und Goldpreise kaum mehr etwas im Wege stehen.

 

Nachdem die Krise an den Aktienmärkten für die meisten überraschend kam, dient der weltweit sich ausbreitende Corona-Virus nun als Ursache für den Ausverkauf an den Aktienmärkten. Tatsächlich beeinträchtigen aktuell die Vorkehrungen der Verantwortlichen zur Eindämmung der Seuche das tägliche Leben von uns allen. Die getroffenen Massnahmen sind gut und hilfreich. Leider treffen diese weltweit auf globalisierte Volkswirtschaften, die von erheblichen Schulden gekennzeichnet sind. Produktionsausfälle von einigen Wochen, bzw. das Aussetzen der Dienstleistung wird für viele Unternehmen zu existentiellen Situation, denn einerseits drückt die Schuldenlast, andererseits scheinen die Unternehmensbilanzen derart geplündert zu sein, dass meist keine ausreichende Liquidität vorhanden ist, um solche aussergewöhnlichen Phasen, wie wir sie derzeit erleben, überbrücken zu können.

Dass dies so ist, lässt sich leicht am Blick auf die Kurse der Bankaktien ablesen. Innerhalb von nur 1 Monat haben sich die Bewertungen etwa der Deutschen Bank und der Commerzbank halbiert, die Schweizer UBS AG oder die Credit Suisse gaben fast 40% nach, in etwa so viel, wie deren US-amerikanischen Pendants. In anderen Ländern sieht es im Bankenbereich ähnlich aus. Was bedeutet dies? Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung sind nun derart, dass mit einer deutlich steigenden Quote an Insolvenzen gerechnet wird, die die Eigenkapitalsituation der Banken ruinieren könnte. Die Märkte rufen nach massiven Interventionen der Notenbanken und Regierungen.

Und diese haben das Rufen gehört. Die nächste Runde im internationalen Gelddruckwettbewerb ist eingeläutet, wobei die amerikanische Notenbank mit einer frühen und unerwarteten Zinssenkung um ein halbes Prozent den Anfang machte, und nun mit einer Liquiditätsspritze von USD 1 500 000 000 000 (1.5 Billionen), die sogar auf bis zu 3 Bill. USD ausgeweitet werden kann, über sog. Repo-Geschäfte, bei denen die Notenbank von Finanzinstituten Anleihen erwirbt, im Gegenzug dafür Liquidität zur Verfügung stellt.

 

Offensichtlich massive Liquiditätskrise an den Märkten

Was mit einer ersten Liquiditätsmassnahme am 17. September 2019 begann, hat sich in den USA zu einer gigantischen Liquiditätsinjektion entwickelt. Bislang verfehlt dies jedoch seine Wirkung auf den Markt. Offensichtlich besteht am Markt ein erheblicher Liquiditätsengpass, der durch die Kursrückgänge nur noch dramatischer wurde. Banken haben offensichtlich enorme Liquiditätsbedürfnisse, möglicherweise seitens deren (Geschäfts-)Kunden, die nicht nur zur Refinanzierung ihrer Schulden zusätzliche Gelder benötigen.

Marktteilnehmer sehen sich aktuell mit einer rasant schwindenden Liquidität im Handel mit US-Staatsanleihen wieder, wie sie so noch nie beobachtet worden ist. Was immer dies für die Zukunft bedeuten mag, es verheisst nichts Gutes. Ähnlich verhält es sich derzeit mit Unternehmensanleihen; die Aufschläge auf den Zins relativ zu AAA-Staatsanleihen steigt und zeigt damit einerseits eine geringere Liquidität an (bzw. Nachfrage am Markt nach diesen riskanter werdenden Papieren), andererseits drückt es die steigende Ausfallwahrscheinlichkeit aus. Eines sollte uns dabei immer bewusst sein: Was in den USA als dem mit Abstand wichtigsten Kapitalmarkt vor sich geht, wird eins zu eins auf den Rest der Welt seine Auswirkungen haben. Deswegen analysieren wir an dieser Stelle immer wieder vor allem den US-Markt als Referenzmarkt für die globale Finanzentwicklung.

Die schwindende Liquidität im Handel mit Anleihen dürfte sich auch beim nächsten Kursrutsch am Aktienmarkt auswirken; wenn immer mehr Verkäufer, oft gezwungen durch Kreditfinanzierung der Aktienpositionen, auf den Markt kommen, aber die Käufer schwinden, werden die Kurs immer stärker fallen, und andererseits das Erholungspotential der Kurse begrenzt.

 

Auch Europa reagiert mit massiven Stützungsprogrammen

Ähnlich grosszügig agiert die Europäische Zentralbank, die ihre Anleihekäufe auf nunmehr 120 Mrd. EUR pro Monat ausdehnt, und den Banken deutlich geringere bei der EZB zu hinterlegende Eigenkapitalreserven gestattet. Doch diese Massnahmen dürften verpuffen, lediglich das Zinsniveau vor dem zu starken Steigen hindern.

Die deutsche Regierung zieht ebenfalls alle Register: Sie sichert allen Unternehmen Liquiditätshilfen zu, in unbegrenzter Höhe. Der Schweizer Bundesrat etwa möchte über Kurzarbeiterentschädigung und wirtschaftliche Soforthilfe rund CHF 10 Mrd. Zur Verfügung stellen, in Norwegen wurde der Leitzins um ein halbes Prozent auf 1.0% reduziert, die schwedische Notenbank stellt den inländischen Banken bis zu umgerechnet CHF 49 Mrd. zur Sicherung des Kreditflusses für insbesondere kleinere und mittelgrosse Unternehmen für zwei Jahre zur Verfügung. Australien bezahlt an Geringverdiener monatlich AUD 750. Und, und, und … . Längst ist von Haushaltsdisziplin gar keine Rede mehr. Interessant: Die Kurse der Staatsanleihen sinken deutlich, bei gleichzeitig ansteigendem Zinsniveau.

Man fragt sich dabei: Was ist das Geld noch wert, das in jeder Währung in jeglicher beliebiger Form frisch und munter neu gedruckt wird? Unterliegen Sie hier bitte keiner Illusion: Der Geldwert wird und muss bei diesen gigantischen Massnahmen rapide Richtung Null gehen, der Startschuss für dieses Finale ist gegeben, das sagt einem allein der gesunde Menschenverstand.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass Notenbanken und Regierungen aktuell dabei sind, ihren letzten Rest an Glaubwürdigkeit zu verspielen, dass es ihnen tatsächlich um Geldwertstabilität gehen würde. Das Finanz- und Währungssystem steht, wenn man die Massivität der Massnahmen (bei immer geringer werdenden positiven Auswirkungen darauf) ansieht, kurz vor dem Kollaps. Wir haben zuletzt darauf hingewiesen, dass die Notenbanken immer mehr Geld in die Finanzsysteme fliessen lassen werden. Wir sehen dies vor unseren Augen. An Silber und Gold, das eben nicht beliebig vermehrt werden kann, geht erst recht kein Weg mehr vorbei. Die US-Grossbank JPMorgan Chase & Co., von der der US-Silbermarktanalyst Ted Buttler wohl zurecht nachweist, dass sie aktuell mindestens eine Position in Höhe von 900 Mio. Unzen physischem Silber aufgebaut hat im Schatten ihrer langjährigen Manipulation der Edelmetallmärkte, wird aus der sich entfaltenden Krise an den Weltmärkten als grosser Gewinner hervorgehen. Wir hoffen, dass dies auch auf Sie zutreffen wird! Lesen Sie dazu bitte auch unseren Abschnitt im 1. Newsletter 2020 mit der Überschrift: Was ist zu tun?

Als Unternehmen auf biblischer Grundlage möchten wir dazu ermutigen, die aktuelle Situation hinsichtlich der Ausbreitung des Corona Virus‘ auch als Chance zu sehen; wir haben einen Gott und HERRN, Jesus, der für Sünde und Ungerechtigkeit Sein heiliges und reines Blut vergossen hat. In Seinen Striemen sind wir geheilt (Jesaja 53:5), Er ist gekommen, um die Werke des Teufels zunichte zu machen (1. Johannes Brief, 3:8). Unser Schutz ist dabei die enge Gemeinschaft mit unserem himmlischen Vater und Jesus, und unser Vertrauen in sie, so wie es uns Psalm 91 lehrt. In diesem Sinne, wir haben Hoffnung, wir haben eine feste Zuversicht, und dürfen wieder ganz nah an Sein Herz kommen. Und anderen in dieser Situation in Liebe dienen.

‚Got Gold?‘ (engl.) bzw. ‚haben Sie Gold‘ und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen und –Barren: den ‚Silber-Haggai‘, sowie den ‚Guten Hirten‘. Den 1-Unzen Goldbarren ‚Gold-Haggai‘; sowie das S-Deposito zum Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Gerne geben wir Ihnen dazu über unsere erfahrenen Berater Auskunft.

Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

 

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