2. Newsletter 2019

Liebe Kunden

Wir möchten Sie mit diesem 2. Newsletter für das Jahr 2019 über aktuelle Entwicklungen am Silber- und Goldmarkt informieren.

Gold steigt in der Gunst der Notenbanken – nun auch offiziell

Wie nun aus unterschiedlichen Quellen berichtet wird, wird die BIZ, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich mit Sitz in Basel, Schweiz, auch als Bank der Notenbanken bezeichnet, am 29.03.2019, also genau zum noch bis vor kurzem gültigenStichtag des Ausscheidens Grossbritanniens aus der EU, einen als historisch zu bezeichnenden Schritt machen:

Ab diesem Datum können Notenbanken gemäss der 2014 in Kraft getretenen Basel III Regelungen für Banken ihre Goldbestände als Reservewährung bilanzieren, Gold erhält damit denselben Stellenwert wie es zurzeit nur Währungsreserven (z.B. US-Dollar, EURO) und bestimmte Staatsanleihen haben. Offiziell wird Gold somit dann als eine Null-Prozent-Risiko Anlage eingestuft. Damit wird Gold wieder offiziell Währungscharakter erhalten und ist ein bedeutender Schritt für die Bewertung von Gold nach der Loslösung von Gold und Währung im Jahr 1971, als Präsident Nixon den nahezu 60 Jahre gültigen Goldstandard beendete.

Wie die italienische Finanzzeitung ‚Il Sole / 24 Ore‘ berichtet, trägt diese in Kraft tretende Neubewertung von Gold die Zustimmung der US-Notenbank Fed, der Europäischen Zentralbank, der deutschen Bundesbank, der Bank of England und der Bank of France. Warum erfolgt dieser Schritt, ist es die Vorbereitung auf die kommende Finanzkrise? Aktuell warnen Unternehmen von BMW bis FedEx weltweit vor einer Eintrübung der Weltwirtschaft, gepaart mit deutlich sinkenden Unternehmensgewinnen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in 2018 641 t Gold und damit die doppelte Menge im Vergleich zu 2017 von Notenbanken auf allen Kontinenten erworben wurde und damit so viel in einem Jahr wie zuletzt seit 1971. Zudem wurden in den letzten Jahren rund 7‘000 t Gold aus den Tresoren der US-Fed und rund 400 t Gold von der Bank of England an die Eigentümer zurücktransportiert.

Bei solchen Bewegungen in Gold würde man normalerweise davon ausgehen, dass der Goldpreis sich enorm verteuert hätte; allerdings verzeichnete der Goldpreis in 2018 einen Preisrückgang von 7%, gemessen im US-Dollar.

Wie wir hier an dieser Stelle schon des Öfteren vermuteten, schreibt nun die ‚Il Sole / 24 Ore‘ als renommierte Wirtschaftszeitung, dass die internationalen Notenbanken gezielt über den Handel von ‚synthetischem‘ Gold, sprich Goldkontrakten in Papierform, den Goldpreis gedrückt hätten über die  Warenbörsen in London und New York, wo rund 90% dieses Handels stattfindet, um den Goldpreis – und parallel den Silberpreis – zu drücken und günstig Goldbestände aufzubauen.

Was genau dies ab dem 29.03.2019 für den Goldpreis bedeuten könnte, ist schwer vorherzusagen. Was allerdings sicherlich gelten dürfte ist, dass mit dieser Massnahme eine Aufwertung von Gold, und damit auch Silber, in der Wahrnehmung der Marktteilnehmer stattfinden dürfte. Damit verbunden auch eine steigende Nachfrage der unterschiedlichsten Markteilnehmer. Denn die nächste Finanzkrise steht vor der Türe, wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die immer weiter wachsende Verschuldung weltweit an einem Punkt kommen wird, an dem das Kartenhaus zusammenbrechen wird.

Diese massive Verschuldungsproblematik könnte, wie der US-amerikanische Wirtschaftsjournalist James Sinklair argumentiert, nur durch die Remonetarisierung von Gold in den Bilanzen der internationalen Notenbanken, verbunden mit einer drastischen Aufwertung des Goldpreises, aufgefangen werden. Dies würde gleichzeitig eine Abkehr des internationalen Währungssystems weg vom US-Dollar bedeuten. So hat Russland etwa kürzlich seine restlichen Währungsreserven im US-Dollar verkauft und auch diesen Erlös in Gold investiert.

Es ist daher möglich, dass ab Ende März 2019 die offensichtliche Manipulation und Deckelung des Goldpreises aufgehoben wird, denn allen Bilanzen der beteiligten Notenbanken würde es sehr gut tun, wenn auf der Haben-Seite sich wahre Werte aufwerten würden.

Wenn man nun davon ausgehen würde, dass mit diesem Schritt wieder eine Art Goldstandard eingeführt werden würde, könnte man sich erheblich täuschen. Wir sehen bei allen beteiligten Notenbanken oder Regierungen keine Anzeichen dafür, vermehrt Finanz- und Haushaltsdisziplin einzuführen. Mit der neuen Regelung zur Bilanzierung von Goldbeständen könnten eher die immensen Schulden wertmässig ‚aufgefangen‘ werden. Sollte der Goldpreis drastisch aufwerten, könnte das so wieder eine weitere Ausgangsbasis bilden für neue Schulden und Gelder, die ins System gepumptwürden.

Dennoch würde es den Vorteil bieten, dass dann ab sofort der Gold- und der Silberpreis sich erhöhen würden, je mehr Geld neu ausgegeben würde. Denn die Regierungen haben angesichts der untragbar hohen Schulden nur die eine Alternative, ihre Währungen weiter abzuwerten.

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Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

 

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