1. Newsletter 2019

Liebe Kunden

Wir möchten Sie mit diesem 1. Newsletter für das Jahr 2019 wieder über die aktuelle Situation am Silber- und Goldmarkt informieren, ebenso wie über aktuelle Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Preisentwicklung Silber und Edelmetalle bislang in 2019

Seit Jahresbeginn 2019 notiert die Unze Silber (31,1 g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, rund 1.9 % im Minus. Der Preis für eine Unze Gold stieg seit Jahresbeginn um ca. 0,8 % . Im Vergleich dazu notiert  Platin etwa 7.9% höher, und Palladium mit deutlichen ca. 26 % im Plus.

Situation am physischen Silbermarkt

Für das laufende Jahr 2019 wird, wie bereits in den vergangenen Jahren, ein weiteres Defizit am Silbermarkt erwartet, das gegenüber den Jahren 2017 und 2018 sogar noch höher ausfallen dürfte. Dies bedeutet, dass mehr Silber verwendet bzw. verbraucht wird, als neu gefördert wird und dadurch die vorhandenen Vorräte weiter reduziert werden. Das Angebot sinkt also weiter.

 

 

Die Grafik oben zeigt dies eindrücklich auf. Wie dargestellt befindet sich der physische Silbermarkt seit vielen Jahren im Defizit. Während die industrielle Anwendung von Silber permanent ansteigt und derzeit ca. 50% des Angebotes absorbiert, wird von Seiten der Investoren Silber – noch mehr als Gold – als das Kriseninvestment angesehen. Sollten die weltweiten Finanz-, Währungs- und politischen Risiken weiter zunehmen, würde wohl auch zwangsläufig die Nachfrage nach Edelmetall, besonders Silber, deutlich ansteigen. Bei einem insgesamt rückläufigem Angebot.

Silbervorräte aus recyceltem Silber, sog. Scrap Silver, reduzieren sich zudem weiter. Waren in 2011 noch rund 261 Mio. Unzen aus recyceltem Silber vorhanden, reduzierte sich diese Angebotskomponente in 2017 auf fast nur noch die Hälfte, 138 Mio. Unzen.

Im aktuellen Marktumfeld gehen Investoren mehr und mehr auf die Suche nach sog. Safe-Haven-Investments, die gleichzeitig eine Unterbewertung aufweisen. Silber ist aus unserer Sicht dasInvestment für Krisenzeiten, das gleichzeitig deutlich unterbewertet ist, und eine aus Käufer-Sicht sehr positive Angebots-/Nachfragesituation aufweist.

Die Produktionszahlen von Silber durch Minentätigkeit sind ebenfalls rückläufig; hier ist die Ursache der niedrige Preis, bei dem kaum ein Silberminenunternehmen nachhaltige Gewinne schreiben kann, geschweige neue Vorkommen identifizieren oder neue Minen in Produktion bringen könnte. Ähnliches gilt für die Basismetallproduktion. Silber wird überwiegend als Nebenprodukt der Zink-, Blei- oder Kupferproduktion gewonnen. Die Preise dieser Metalle erlauben es den Minenbetreibern derzeit nicht, zu expandieren, und damit auch mehr Silber zu fördern. So kann man sich leicht vorstellen, dass in einer sich entwickelnden Finanz- und Währungskrise die Investmentnachfrage nach Silber  so deutlich steigern würde, dass trotz dann zu erwartender rückläufiger Nachfrage aus dem Industriesektor der Silberpreis markant ansteigen dürfte.

Schliessung von Silberminen auch im aktuellen Marktumfeld

Aktuelles Beispiel dafür, dass bei derzeitigem Silberpreisniveau die Gewinnung von Silber schwierig ist, ist die Arcata Silber- und Goldmine in Arequipa, im Süden Perus. Minenbetreiber ist das Silberminenunternehmen Hochschild Mining, gelistet an der Börse in London, mit einer derzeitigen Marktbewertung von gut 1 Mrd. Pfund. Vor wenigen Tagen gab das Unternehmen bekannt, diese Mine im Verlauf des 2. Quartals 2019 vollständig stillzulegen sprich die Produktion einzustellen, aufgrund des zu niedrigen Silberpreises. In 2018 wurden dort noch rund 6.25 Mio. Unzen Silber und etwa 20‘000 Unzen Gold gefördert. Die erste Produktion auf Arcata geht dabei bereits zurück bis ins Jahr 1964. Der Silberpreis muss daher deutlich steigen, nur um die aktuelle Förderrate von Silber p.a. aufrecht zu erhalten.

 

Kann der US-Dollar seinen Reserve- und Krisenwährungscharakter beibehalten?

Seit Beginn der 70er Jahre geniesst der US-Dollar international fast uneingeschränkt den dominanten Reserve- und Krisenwährungscharakter. Allerdings scheint hier der Status Quo zu wanken. Wie unten stehende Grafik zeigt, verkaufen ausländische Investoren seit 2014/15 vermehrt Bestände an US-Dollar.

Ein Grund dafür dürften die zunehmend marode werdenden US-Staatsfinanzen sein, die mit aktuell ca. 22 Billionen USD Staatsschulden ein neues Rekordhoch erreichten und im laufenden Jahr um weitere sage und schreibe 1.5 Billionen US-$ ansteigen dürften.

 

 

Quelle: zerohedge: foreigners dumped record amount of treasuries.

 

Der andere Grund liegt darin, dass nach Währungsabsicherungskosten trotz der zuletzt steigenden US-Zinsen die Rendite von 10-jährigen US-Staatsanleihen etwa für EUR oder Yen Investoren negativ sind.

Echte Alternativen zum US-Dollar unter den Währungen sind dennoch kaum zu finden. Der EURO zeigt sich aufgrund der Staatsverschuldung in einigen EU-Ländern, allen voran Italien und Griechenland, in einer schwachen Verfassung. Der Yen bietet Anlegern eine Verzinsung von nahe Null Prozent, noch dazu beträgt die Staatsverschuldung Japans mittlerweile ca. 236% (geschätzt, auf Basis Ende 2018) des jährlichen Bruttosozialprodukts, und bildet damit das unrühmliche, internationale Schlusslicht. Im Vergleich dazu beträgt die Staatsverschuldung des maroden Italiens rund 132%, die von Griechenland ca. 179%.

Beim Schweizer Franken können Anleger derzeit auch keine Verzinsung erwarten, wobei der Schweizer Franken prinzipiell derzeit Krisenwährungsfunktion übernehmen könnte, die Schweizer Nationalbank jedoch mit allen Mitteln eine Aufwertung verhindert, um die Stütze der Schweizer Volkswirtschaft, die Export-Industrie, nicht zu gefährden.

Übersehen werden darf hier allerdings nicht, dass die Schweiz in Bezug auf die Pro-Kopf-Verschuldung im Bereich Hypotheken den weltweiten Spitzenwert belegt. Eine Krise im heimischen Immobilienmarkt würde den Finanzplatz Schweiz in seinen Grundfesten erschüttern. Insgesamt beträgt die Verschuldung der privaten Haushalte in der Schweiz knapp 130% des jährlichen Bruttosozialprodukts (im Vergleich Eurozone 58.7%), der internationale Spitzenwert. Sollte es zu einer Krise am Schweizer Immobilienmarkt kommen, dürfte der Schweizer Franken unter Druck geraten.

 

 

 

 

Was bleibt denn dann noch übrig?

Die Währungen zeigen sich mehr und mehr in einer erbärmlichen Verfassung, die Schwachstellen treten immer mehr zutage. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Äusserung von Alan Greenspan, dem ehemaligen Präsidenten der US-Notenbank Fed: „If gold is a relic of history, why do Central Banks + the IMF still hold over $1 trillion of gold? If it’s meaningless, why is everybody still holding it?“. Damit bringt er schlicht und einfach die Tatsache zum Ausdruck, dass internationale Zentralbanken und der IWF zusammen Goldvorräte im Wert von über einer Billion USD halten, und dies sicherlich einen gewichtigen Grund haben muss!

Die Notenbanken sind weiterhin dabei, ihre Goldvorräte seit 2009 in den Nachwehen der Finanzkrise von 2008 aufgrund der Pleite der US-Grossbank Lehman Brothers weiter aufzustocken, wie unten stehende Grafik deutlich zum Ausdruck bringt:

 

Wieso um alles in der Welt machen die das? Wenn doch, wie man von Seiten der Regierungen und der Notenbanken hört, das Finanzsystem doch stabil sei und man wie immer alles unter Kontrolle habe, und sollte doch einmal eine weitere Krise entstehen, habe man doch genügend Mittel und Wege, diese zu beheben?

Scheinbar trauen sie ihren eigenen Worten nicht ganz über den Weg. Gerade die führenden Köpfe der Notenbanken sind kluge Köpfe und haben in der Regel ein sehr gutes Verständnis für Währungssysteme sowie vor allem die Historie der in der Geschichte der Menschheit allesamt zahlreichen gescheiterten Währungen. Besonders diese Grafik dürfte ihnen dabei ganz besonders vor Augen stehen:

 

 

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts, wie hier unschwer zu erkennen ist, verlor eine Währung nach der anderen – die eine etwas früher, die andere etwas später – einen Grossteil bzw. einen erheblichen Teil ihren gesamten Wert, wie hier am Beispiel der Wertentwicklung der Währungen im Verhältnis zum Gold (gleiches gilt für Silber) sehr deutlich zum Ausdruck kommt. Interessant ist ebenfalls, dass gerade in Krisenzeiten der Wertverlust einer Währung in kürzester Zeit von statten gehen kann, wie etwa bei der Reichsmark in der 40er Jahren des letzten Jahrhunderts. Leider nehmen auch aktuell neben den Finanzrisiken auch die geopolitischen Spannungen zu.

Wichtig: Physisches Edelmetall, kein Papiermetall

An dieser Stelle sollten Sie bitte beachten, dass Sie Silber und Gold in tatsächlich physisch vorhandener und sicher gelagerter Form erwerben, und von jeder Form von sog. Papier-Silber oder -Gold Abstand nehmen, das Ihnen lediglich auf dem Papier den Bezug von physischem Silber oder Gold garantiert. Diese Garantie dürfte im Ernstfall nämlich kaum das Papier wert sein, auf dem es geschrieben steht.

So wurde derzeit gemäss Schätzungen von Marktexperten mindestens 100 Mal so viel Gold auf dem Papier verkauft wie tatsächlich physisch vorhanden ist, von ähnlichen Zahlen ist bei Silber auszugehen. Es wird die Zeit kommen, wenn die ersten dieser Papier-Silber oder -Gold Besitzer die Auslieferung ihrer Edelmetalle verlangen werden und erkennen müssen, dass leider nichts oder kaum etwas davon vorhanden ist. Die Nachfrage nach physischem Silber und Gold sowie deren Preise würden spätestens dann wohl erheblich ansteigen.

 

Was empfiehlt der Internationale Währungsfonds IWF?

Insgesamt 189 Staaten haben sich den Regeln der in Washington D.C. beheimateten Sonderorganisation der UN angeschlossen, deren Hauptaufgabe die wirtschaftspolitische Überwachung seiner Mitgliedsstaaten ist. Dadurch möchte der IWF zur Sicherung der Stabilität des internationalen Finanz- und Währungssystems beitragen. Inwieweit der IWF seinen Aufgaben in dieser Hinsicht in Bezug auf die an dieser Stelle immer wieder verdeutlichten, sich weiter ausdehnenden und keinesfalls nachhaltigen Schuldenexzesse weltweit gerecht wird, kann jeder Leser selbst beurteilen.

Kürzlich erschien nun ein sog. Studie des IWF mit der Warnung, dass Gold als „Brandbeschleuniger für Finanzkrisen“ ursächlich sei, so der IWF-Volkswirtschaftler Johannes Wiegand. Denn: Gold sei eine zu harte Währung, die es Notenbanken nicht erlauben wirken, bei Krisen weiterhin mit irrwitzigen Liquiditätsspritzen das Währungssystem aufzufangen. Hier wird ganz klar die Wahrheit umgedreht, und dem Gold die Schuld in die Schuhe geschoben, anstelle die verheerende Haushaltspolitik der meisten der IWF-Mitgliedsländer zu kritisieren, die für die mittlerweile äusserst maroden Staatshaushalte verantwortlich sind.

Hier stellt man sich unweigerlich die Frage: Warum vertraut der IWF selbst so sehr auf Gold? Der IWF besitzt insgesamt 90.5 Mio. Unzen Gold, in einem Gegenwert von gut 120 Mrd. US-Dollar, und verkauft bereits seit Jahren keine einzige Unze davon. Dagegen wächst beim Betrachter eher der Eindruck, der IWF rechnet bereits mit der nächsten massiven Finanzkrise und möchte den Menschen sagen, vertraut doch lieber weiterhin den immer weniger wert werdenden Papierwährungen als dem Gold und dem Silber; denn: je mehr Menschen beginnen, ihr Vermögen in Silber und Gold anzulegen, um so schneller dürfte das derzeitige Finanzsystem in sich zusammenbrechen.

Bereitet der IWF die totale Kontrolle der Vermögen von Haushalten und Unternehmen vor?

Letzter Vorschlag des IWF durch deren Präsidentin, Christine Lagarde, ist die Empfehlung an die Notenbanken der Mitgliedstaaten, das Papiergeldsystem durch sog. Krypto-Währungen zu ersetzen. Dies würde unter anderem die Abschaffung des Bargeldes bedeuten, andererseits jedoch den staatlichen Stellen die totale Kontrolle über die Vermögen der Privathaushalte und Unternehmen verschaffen. Entwertung und Konfiszierung von Vermögen wären dann jederzeit möglich und mit der Zeit auch sehr wahrscheinlich.

Hier werden bereits in den USA Stimmen laut, die bereits jetzt auf Basis dieser Empfehlungen davon ausgehen, dass die Menschen dann, sollte so ein staatliches Kryptowährungssystem eingesetzt werden, wieder auf das Bartern, also auf den Tausch von Waren und Dienstleistungen ohne Geld, ausweichen werden, so wie dies in Zeiten von starker Geldentwertung bzw. wirtschaftlicher Schwierigkeiten schon häufig der Fall war. So geht der umstrittene US-amerikanische Ökonom Martin Armstrong davon aus, dass gerade das Bartern mit Silber einen dominanten Platz einnehmen dürfte.

BB WERTMETALL ist hier mit seinem Produkt S-Deposito (light) ein Vorreiter. Über das S-Deposito können die Teilnehmer bequem Waren und Dienstleistungen austauschen, und im Gegenzug mit Silbergranulat per Knopfdruck bezahlen.

Got Gold or Silver?

‚Got Gold‘ (engl.) bzw. ‚haben Sie Gold‘ und vor allem Silber? Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen und –Barren: den ‚Silber-Haggai‘, sowie den ‚Guten Hirten‘. Den 1-Unzen Goldbarren ‚Gold-Haggai‘; sowie das S-Deposito zum Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht. Gerne geben wir Ihnen dazu über unsere erfahrenen Berater Auskunft.

Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

 

Risikohinweis und Haftung

Dieses redaktionelle Angebot dient ausschließlich zum Zweck der Information und sollte in keinem Fall allein als Entscheidungsgrundlage für jede Art von Finanztransaktionen wie den Kauf oder Verkauf von Edelmetallen herangezogen werden. Die Haftung für Vermögensschäden wird kategorisch ausgeschlossen. Alle Inhalte beruhen auf Informationen und Quellen, die Autor und Herausgeber für vertrauenswürdig und seriös erachten. Für die Richtigkeit der Inhalte kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Edelmetalle sind zum Teil erheblichen Schwankungen und Risiken unterworfen. Die Vermögensanteile einzelne Anlagen sollten immer nur so viel betragen, dass auch bei einem erheblichen Kursverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann.