Liebe Kunden

Nach wie vor verläuft der Silberpreis in seinem Seitwärtstrend, tendiert aber immer mehr zur oberen Widerstandslinie, während der Goldpreis wieder anzieht im Preis. Wie im letzten Newsletter bereits angedeutet, verschärfen sich nun Inflationstendenzen erheblich in einem Umfeld, das zunehmen von brüchigen Lieferketten gekennzeichnet ist.

Moderater Preisanstieg bei Silber seit Jahresbeginn, Gold unverändert

Seit Jahresbeginn 2020 konnte die Unze Silber (31,1g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, einen Zuwachs von rund 5.5% erzielen, während der Preis für eine Unze Gold seit Jahresbeginn unverändert notiert.

Rohstoffpreise ziehen massiv an

Weltweit steigen die Rohstoffpreise, kaum einer ist davon ausgenommen. Spitzenreiter dabei ist Holz, das, gerechnet in USD, innert einem Jahr um knapp 300% bzw. um das dreifache angestiegen ist, gefolgt von Öl, Eisenerz und Kupfer. Diese Rohstoffe sind die Grundlage von vielen Konsum- und Investitionsgüter, mit der Folge, dass die Preise dieser Produkte ebenfalls teils deutlich ansteigen.

Ähnlich in der Tendenz, wenn auch nicht mit solch hohen Preissteigerungen, verhält es sich bei Nahrungsmitteln. Der Index der Nahrungsmittelpreise legte in den USA um rund 17% gegenüber Vorjahr zu. Diese Trends dürften weiter anhalten bzw. sich eventuell noch beschleunigen.

Die vom US-Arbeitsministerium angegebene Steigerung des Konsumentenpreisindex von zuletzt 5% gegenüber Vorjahr scheint in diesem Zusammenhang noch stark geschönt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die steigenden Preise etwa bei PC, Laptops etc., waren dies doch Produkte, die in den vergangenen Jahrzehnten trotz steigender Leistung immer günstiger wurden. Dieser Trend ist klar gebrochen, und neben steigenden Preisen steigt auch die Lieferzeit massiv an. Teils liegen Produktionsbereiche gar brach, im im Automobilsektor, da Elektronik-Chips teils nicht mehr oder zeitgerecht verfügbar sind.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Meldung aus Deutschland, dass das Wasser mancherorts knapp wird, und die Grundwasserspiegel gefährlich niedrige Stände aufweisen. Was für Deutschland gilt, dürfte für Teile des benachbarten Auslands ebenfalls gelten. Zeichnet sich hier bereits eine Nahrungsmittelknappheit an? Vorsorge auch in diesem Bereich erscheint dringend notwendig und angebracht.

Verschuldung steigt weiterhin stark

Mittlerweile steht das Defizit der USA aktuell gemäss dem IWF mit 28 Billionen USD bei 133% des BIP, im laufenden Jahr sollen weitere mindestens 1.5 Bill. USD dazukommen. Italien steht mittlerweile bei 157% Verschuldung gemessen am jährlichen BIP, Kanada bei 116%, Frankreich bei 115%, UK bei 107%, und Spitzenreiter Japan bei 257%.

Studien der Weltbank zeigen, dass ab einem Verschuldungsniveau von 77%, jedes weitere Prozent an Verschuldung die Wirtschaft des jeweiligen Landes um Einbussen in Höhe von 1.7% Wirtschaftswachstum kostet. Je höher die Verschuldung, um so geringer wird das weitere Wirtschaftswachstum ausfallen, die steigende Verschuldung.

Exemplarisch sieht man an der Grafik oben, wie durch die massive Neuverschuldung in den USA die Geldmenge um ein Vielfaches ausgeweitet worden ist, wobei die Geldumlaufgeschwindigkeit im selben Mass gesunken ist. Sollte die Geldumlaufgeschwindigkeit nun aufgrund des Nachlassens der ‹Pandemie› durch verstärkte Wirtschaftstätigkeit wieder steigen, ist zusätzlich mit enormen Inflationsschüben zu rechnen.

Was hätte das für Konsequenzen auf den Preis der Edelmetalle? In der Grafik oben sehen wir die Kursentwicklung von Gold in USD; normalerweise ist die Entwicklung des Goldpreises – und indirekt damit auch der Silberpreis – an die Entwicklung der Geldmenge gekoppelt. Würde man eine theoretische Unterlegung des US-Dollars mit nur 40% des Goldbestands der USA ansetzen, würde man einen Goldpreis von USD 8 900 errechnen. Bei einer 100%-igen Unterlegung sogar USD 22 000.

Der schönste Chart der Welt?

Bitte sehen Sie diesen Chart des Silberpreises hier auf Basis US-Doller, in dem der Preis des Silbers börsenmässig gehandelt wird. Wir können in diesem Chart, der einen Zeitraum von 20 Jahre umfasst, eine langfrsitige Chartformation erkennen, die als Tasse-Henkel-Formation bezeichnet wird. Diese Formation wird per Definition als Konsolidierungsformation, die in einem Aufwärtstrend auftreten und mit dessen Abschluss normalerweise eine deutliche Aufwärtsbewegung folgt.

Quelle: gold2020forecast.com

Was hier zu sehen ist, ist eine massive und extrem langfristige Kursformation im Silber, die, wie es aussieht, kurz vor der Beendigung steht, und einen massiven Kursanstieg zu Folge haben dürfte und sich über etliche Jahre – sicherlich unter erhöhten Schwankungen – erstrecken dürfte. Ein Ausbruch aus der aktuellen Henkel-Formation könnte innert Kürze nun bevorstehen. Kursziel aus den Eckwerten dieser Formation wäre ein Silberpreis von rund USD 95.

Basel III: Änderungen für Banken hinsichtlich Gold Positionen per Ende Juni

Ab Ende Juni 2021 treten für die Banken der Europäischen Union, der Schweiz und den USA – in Grossbritannien ab dem 01.01.2022 – neue Regelungen in Kraft: dann erhält physisches Gold in der Bilanz der Banken ein höheres Gewicht, und darf dann zu 100% als sog. ‹Tier 1 Asset› zu den Reserven der Bank gezählt, werden, sofern es physisch vorliegt. Bislang war dies nur zu 50% der Fall. Dagegen darf sog. ‹unallocated› bzw. nicht definitiv zugeordnetes Gold aus Kundenbesitz oder auf Basis von Papier-Kontrakten nicht mehr mit in die Kalkulation aufgenommen werden, ebenso wie Papier-Gold Kontrakte, die zuvor noch zu 50% zu den Bankreserven gezählt werden durften, stehen den Banken somit nicht mehr als Finanzierungsquelle zur Verfügung. Über diesen Sachverhalt wird in den sog Main Street Medien kaum berichtet.

Dabei dürfte diese Änderung wesentliche Konsequenzen auf den Märkten haben dahingehend, dass der Handel in Papier Gold Verträgen/Kontrakten, der oft bei einem 100-fachen des physischen Goldhandels bislang lag, ab Juli 2021 deutlich reduziert werden, und die Nachfrage der Banken nach physischem Gold steigen dürfte. Die Bankbilanzen dürften von den Änderungen profitieren, da sie nun wahrscheinlich mehr physisches Gold erwerben bzw. halten dürften, und Futures Kontrakte auf Gold, die eher eine Wette als eine reale Anlage darstellen, deutlich reduzieren werden.

Gleichzeitig dürfte somit auch die Möglichkeit sinken, über die Futures Märkte den Preis von Gold weiterhin zu dominieren, was der Kursentwicklung des Goldes auf Basis von Angebot und Nachfrage deutlich mehr freien Lauf lassen dürfte und sich sehr wahrscheinlich dadurch ebenfalls sehr positiv auf den Goldpreis auswirken dürfte. Und: Kunden, die bei Banken sog. unallocated bzw. nicht definitiv zugeordnetes Gold, also Gold, das nur einen Lieferanspruch, aber keinen Eigentumsanspruch darstellt, besitzen, sollten dringendst diese sich entweder ausliefern lassen oder verkaufen, und tatsächlich physisch vorhandenes Gold – oder auch Silber – erwerben. Was positiv ist für den Goldmarkt bzw. -Preis, ist es natürlich ebenfalls für den Silberpreis!

Kurz noch etwas Interessantes zum Schluss

Heutzutage wird ja meist von öffentlichen Stellen nur noch mit Milliarden hantiert, und somit ist eine Milliarde bzw. anders ausgedrückt 1 000 000 000 nicht mehr sonderlich viel … ein bisschen anders betrachtet, ist eine Milliarde doch eine ganze Menge … so entsprechen etwa 1 000 000 000 Sekunden einem Zeitraum von rund 62 Jahre, und eine Zeitspanne von 1 Mrd. Minuten würde uns in die Zeit zurückbringen, als Jesus Christus Seinen Fuss auf das heiligen Land setzte. Aber die US-Regierung beispielsweise benötigt für die Ausgabe von USD 1 000 000 000 lediglich ein Drittel eines Tages.

«Got Gold?» – haben Sie Gold und vor allem Silber?

Gerne informieren wir Sie über unsere Produkte: 1-Unzen Silbermedaillen: den «Silber-Haggai».

Die 1-Unzen Goldmedaille wie auch den 1-Unzen Goldbarren «Gold-Haggai»; sowie das S-Deposito zum günstigen Erwerb und der Lagerung von hochreinem Silbergranulat im Schweizer Zollfreilager, wenn es um grössere und sicher zu verwahrende Vermögensteile geht.

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Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

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