Liebe Kundinnen, liebe Kunden!

Nach wie vor konsolidiert der Silberpreis, während der Goldpreis leicht nachgibt und ‹Luft zu holen› scheint für die nächste Bewegung nach oben. Inflation ist auf dem Vormarsch – das zeigen Frühindikatoren an.

Moderater Preisanstieg bei Silber seit Jahresbeginn, aktuell leichte Korrektur bei Gold

Seit Jahresbeginn 2020 konnte die Unze Silber (31,1g bei Reinheit von 999,9), gemessen in USD, einen mo-deraten Zuwachs von knapp 4% erzielen, während der Preis für eine Unze Gold seit Jahresbeginn um ca. 4% gesunken ist. Im Vergleich dazu notiert Platin stolze 17.1% höher, Palladium verliert seitdem rund 3%.

Immense Silberkäufe bei Silber-ETF’s

In den vergangenen Wochen haben wieder massive Zukäufe von Anlagern im Silber stattgefunden. Im weltgrössten Silber-ETF, dem SLV, wurden in der Zeit vom 28.01 bis zum 01.02.2021 etwa 110 Mio. Unzen Silber hinzugefügt, diese Menge entspricht rund 5.5% der insgesamt 2 Mrd. Unzen Silber in Form von 1 000 Unzen Barren. Niemals zuvor in der Geschichte wurde Silber oder ein anderer Rohstoff innert so kurzer Zeit gekauft, ohne dass der Preis dadurch reagiert hat.

Sogenannte Kleinanleger-Horden haben begonnen, durch das Revier der Hedge-Fonds und Banken zu streifen; sie stürzen sich auf Aktiengesellschaften und Anlageklassen, bei denen Banken und/oder Hedge Fonds massiv ‹short› engagiert sind, sprich da, wo die grossen Finanzakteure auf sinkende Kurse wetten oder gleich den Markt in diese Richtung bewegen, um dadurch Gewinne zu erzielen. Das Problem: Schliessen sich diese Kleinanleger zu oben genannten ‹Horden› oder Gruppen zusammen, können sie sehr viel bewegen. Seine Short-Position beim Video-Store Betreiber ‹GameStop› bescherte Melvin Capital durch die Kaufattacken von Kleinanlegern, die über Trading-Apps wie ‹Robinhood› oder ‹WallStreetBets› agieren, einen Verlust von USD 2.75 Mrd., in dem Melvin Capital seine Verkaufspositionen in GameStop zu horren-den Aktienkursen kaufen bzw. sich eindecken musste.

Ähnliches geschah, als die Kleinanleger sich dem Silber annahmen und zum Kauf von physischen Silber Ende Januar aufriefen, wobei sehr viele diesem Aufruf folgten und somit innert weniger Tagen eine Rekordmenge an physischem Silber gekauft wurde. Die wesentlichen Banken um Rohstoffhandel, ausser interessanterweise JPMorgan Chase, konnten einen massiven Kursausbruch nur dadurch verhindern, dass sie massiv Silber auf dem Papier verkauften. Allerdings: solche Aktionen sind höchstgefährlich, denn der Tag wird kommen, an dem sich diese Banken auf die Käuferseite stellen müssen, um sich einzudecken. Dann dürfte sich ähnliches ereignen wie vor einigen Jahren bei Palladium, als der Preis über Jahre manipuliert wurde, dann aber nicht mehr gehalten werden konnte und sich vervielfachte.

Facebook, Twitter und Konsorten reagieren in der mittlerweile gewohnten Weise und machen Teilnehmer, die ihnen nicht genehme Informationen verbreiten, mundtot. So schlossen sie zahlreiche Konten von Nut-zern, die im Bereich dieser Kleinanleger-Aktionen tätig waren. Mit welchem Ziel: die Wallstreet Eliten zu schützen, die mit ihrem Finanzgebaren auf Kosten der Kleinanleger oft immense Gewinne einfahren.

Eines ist jedoch durch die Aktion der Internet-Kleinanleger geschehen: Marktteilnehmer weltweit haben ihr Augenmerk zum ersten Mal oder wieder vermehrt auf physisches Silber als Wertanlage mit hohem Potenzi-al gelenkt. Gleichzeitig haben sie auch die unhaltbare Situation offengelegt, wie durch immense Verkaufs-positionen bei Silber der Preis nach unten manipuliert wird von einer Reihe von Banken – jedoch: wenn Silber zukünftig aufgrund der immer grösseren Verknappung aufgrund der steigenden Nachfrage weiter steigen wird, dann wird aus diesen Banken, wenn sie dies überhaupt überleben, Käufer von physischem Silber werden, die alles Silber aufkaufen werden, das sie nur bekommen können.

Privatanleger sind hier bereits hellwach: Prägeanstalten laufen bereits jetzt wieder auf Hochtouren bzw. an der Kapazitätsgrenze, um die Kundenbestellungen bei Silbermünzen und -Barren bedienen zu können

Verschuldung und Staatsaugaben wachsen ungezügelt weiter

Die amerikanische Notenbank Fed gibt weiter erhebliche Mengen an ‹frischen› Geldern aus, die quasi ohne Kosten, aus dem Nichts geschaffen werden. Dies kann man sehr gut an den durch die Notenbank gehalte-nen Anlagen ablesen, die einen ‹Wert›, wenn man dies überhaupt noch so sagen kann, von rund 7 600 000 000 000 USD (7.6 Billionen USD) aufweisen. Interessant dabei ist, dass allein in 2020 ca. 40% des gesamten Geldes, das die US-Fed in ihrer Geschichte jemals gedruckt hat, kreiert wurde.

Weltweit stieg die Verschuldung in 2020 um rund 19.5 Billionen USD an, lauf offiziellem Wording: pandemiebedingt.

Bezogen auf die Haushaltssituation der Regierungen bedeutet dies, dass die Verschuldung der Staatshaus-halte im Durchschnitt auf globaler Basis nun bei rund 124% des jährlichen BIP liegt, bei den Industriestaaten der G-7 Gruppe sogar bei 140%. Haushaltsdisziplin spielt also keine Rolle mehr, der Schutz der Wirtschaft sowieso nicht. Wie soll in diesem Umfeld jemals die Verschuldung zurückbezahlt werden?

Steigende Zinsen?

Wegen der zuletzt sehr niedrigen Zinsen weltweit konnten die steigenden Verschuldungszahlen noch ver-daut werden. Das würde sich aber ändern, wenn die Zinsen anfangen würden, zu steigen. Und das müssten sie eigentlich. Und interessanterweise: das scheinen sie mittlerweile auch zu tun!

Gegen den Willen der weltweiten Notenbanken und Regierungen steigen die Zinsen, hier am Beispiel der 10-jährigen US-Staatsanleihen, seit ca. Mitte 2020 an. Mittlerweile hat sich ein stabiler Aufwärtstrend herausgebildet.

Ob sich dieser Trend verstärken wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls, wenn dies so wäre, dann sollten sich alle warm anziehen. Steigende Zinsen im aktuellen Umfeld einer massiven und untragbaren Verschuldung, die natürlich weiter steigen wird, wäre der sichere Tod des angezählten und künstlich am Leben gehaltenen Finanzsystems.

Spannend dabei: Will man nun den Zusammenbruch des Finanzsystems heraufbeschwören? Die EZB hat begonnen, ihre Anleihekäufe auf monatlicher Basis von zuletzt EUR 20 Mrd. auf EUR 16.5 Mrd. zu reduzieren. Mit steigenden Zinsen würde dann auch die immense Blase am Aktienmarkt platzen. Die Kurse, gerade jene der Internetaktien, haben jeden Bezug zur Realität verloren und weisen somit ein erhebliches Kursrisiko auf, wie die Grafik unten deutlich vor Augen führt.

Aktuelle Situation am Silber- und Goldmarkt – Perspektive für die Zukunft

Sehen Sie unten den langfristigen Chart für den Preis für Silber. Während der Preis von Silber im August 2011 das letzte Hoch bei USD ca. 50 erreicht hat, setzte eine massive Korrektur samt ausgiebiger Bodenbil-dungsphase ein, bis im Juli 2020 der Ausbruch aus der Bodenbildungsphase begann. Aktuell befindet sich der Silberpreis in einer Korrekturphase mit einem Kursspielraum zwischen ca. 25 und 30 USD je Unze.

Sobald der Preis von USD 30 je Unze Silber durchbrochen wird, sollte der Kurs sich dem alten Hoch aus 2011 annähern, stufenweise, mit einem nächsten Zwischenkursziel von geschätzt 35 bis 37 USD je Unze.

Beim Goldpreis sieht die langfristige Kursbetrachtung ebenfalls sehr positiv aus, auch wenn kurzfristig eher mit wenig grossen Ausschlägen gerechnet werden kann. Grundsätzlich jedoch bildet der Goldpreis eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation aus, die wenn fertig ausgebildet, ein neues Kursziel errech-nen lässt, das sich langfristig im Bereich von US 3 000 – 3 200 je Unze bewegen dürfte.

Ein solch massiver Anstieg bei Gold hätte natürlich auch eine erheblich positive Auswirkung auf den Silber-preis zur Folge, bei einer immer – nach unserer Erwartung – geringer werdenden Gold-Silber-Relation.

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Herzliche Grüsse

Ihr Team von BB WERTMETALL AG

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